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Der Stamm Yagmar
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Kumral Offline
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Der Stamm Yagmar
Die Yagmar und das goldenen Land

[Bild: weizenfeldbeio9s37e4xnj.jpg]

Vom Glauben

In grauer Vorzeit, bevor die Stämme über die weiten Grasebenen und deren Hügel und Berge zogen war das Land leer.

Herden wilder Pferde, Rinder, Ziegen und Schafe zogen frei und unbehelligt umher. Leoparden, Wölfe und Bären, Falken und Adler waren die Herrscher der Steppe. Im Winter fiel Schnee und der Regen und die Schmelze im Frühjahr ließen die flachen Flüsse zu reißenden Strömen werden und die große Seenplatte des Isik Göllü wurde zu einem Meer. Im Sommer wuchs alles üppig und der Herbst brachte genug Frucht das die Tiere im Überfluss über den Winter kamen und ihre Jungen wuchsen und gediehen.

Die Ruh beratschlagten, 7 mal 7 Jahre was tun sei. In der Zeit zogen viele Winter und Sommer über das Land. "Lass uns ein Tier schaffen das die Eigenarten von uns allen hat." schlugen die Ruh vor. Sie wollten ein Volk das die Steppe belebt. Schließlich fanden sie zusammen eine Lösung. Sie schufen eine Wölfin.

Diese sollte 7 Jahre durch das Land ziehen und in jedem Jahr würde man die Gabe eines der Ruh in sie legen so das sie am Ende der Zeit 7 Mädchen zur Welt bringen würde. Sie hießen Takkal, Afshar, Hotak, Akkabay, Kharom, Yagmar und Toshi. Sie zogen in die Welt, jede mit einem Pferd und einem Bogen mit Pfeilen von den Ruh ausgestattet.

Jede von ihnen fand einen Mann:

Yagmar fand ihr Auskommen in den weiten Ebenen an den Bergen. Sie fand ihren Mann in einem Aprikosengarten. Er war so hell und hübsch wie eine Aprikose im Sommer und sein schlanker Körper geschmeidig und stark wie die schönen Bäume. Yagmar wollte den Garten nicht verlassen und so bat sie den Mann bleiben zu dürfen. Da er einsam war in seinem furchtbaren Garten stimmte er mit Freuden zu. Wie die Akabay sind nicht alle vom Stamm der Yagmar und Toshi Nomaden. Sein Name war Sögüt (SÖÜT gesprochen) Weidenbaum
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Das Land der Yagmar:

Das Land der Yagmar liegt auf dem fruchtbarsten Teil des Landes in nördlichen Teil des Landes. Ein Grund, warum viele von ihnen sesshaft sind und nicht als Nomaden wandern. Auf diesem Stück Land finden sich viele Aprikosenhaine, wofür die Yagmar bekannt sind, aber sie hüten auch hier die Kornkammer des Landes und bauen allerhand an, um das Volk zu versorgen. Des weiteren bebauen die Yagmar die Felder der Stämme, welche sie pachten und als Lohn Geld und Korn erhalten. Ihre Verkäufe gehen größtenteils in die Städte, doch auch Karawanen der Stämme kaufen bei ihnen ein. Selbst im Winter liegen sie hier in einem der günstigeren und wärmeren Gebiete und im Sommer trocknet es nie ganz aus. Dieses Leben als Bauern hat sie stark ihren gesamten Lebenswandel geprägt. Die Nähe zur Stadt und den Stämmen bietet ihnen Schutz, sie selber leben zu großen Teilen in festen Häusern, welche an ihren Feldern wie Dörfer liegen.
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Stammesstruktur und Traditionen:

Es gab eine Zeit, da die Yagmar wie alle Stämme umher zogen, doch fanden immer mehr gefallen an dem sesshaften Leben, obwohl es bei weitem nicht alle sind. Die Feldarbeit und der Bau der Häuser ließ sie sesshaft werden. Vieles in ihrem Tun und Dasein ist immer wieder im Bezug zu der Feldarbeit zu finden.

Die Yagmar haben zwar wie alle Stämme eine Stammesmutter, doch folgen sie im Erbe der männlichen Linie. Der Mann ist der Herr im Hause, doch hat er keineswegs das alleinige Sagen. Hier ist die Frau gleichberechtigt, tätigen sie doch beide die Arbeit auf dem Felde, auch wenn dem Mann oft die schweren Arbeiten zufallen, wie den Boden vorbereiten. 
Die kleinen Häusergemeinschaften bergen oft kleine Familiensippen über mehrere Generationen und werden dort von ihren Familienältesten verwaltet. Mädchen werden hier oft an die anderen Familiensippen verheiratet, um so den Frieden untereinander zu wahren und kleine Bündnisse zu schließen. 

Der Beginn des Frühlings und damit die Aussaat der Feldfrüchte wird unter den Yagmar groß gefeiert. Es ist die Segnung des Bodens durch Schamanen, es ist das reiche Mahl an dem gemeinsamen Tisch, es ist für die Yagmar ein Stammesfest. Man sammelt sich zu einem riesigen Spektakel in Zelten entlang den Feldern auf ihrem Stammesgebiet, um nicht zu vergessen, wo einst die Wurzeln lagen. Hochzeiten werden hier verhandelt, sowie neue Werdegänge innerhalb des Stammes durch die Ältesten besprochen. Gerade hier spielt auch die Stammestracht eine große Rolle, auf die Mann und Frau sehr viel Wert legt, da sie im Bezug zu dem steht, was sie sind und waren. „Der große Tanz“, ein gemeinschaftlicher einfacher Tanz, der Hand in Hand getanzt wird, Gesang und Musik sind der Höhepunkt dieser Feier.

Ein anderes Fest ist die Ernte. Dieses Fest wird als kleines Familienfest in den Häusergemeinschaften gefeiert. Hierzu sitzt man außerhalb auf dem Gemeinschaftsplatz. Es ist im Grunde ein Ahnenmahl, an dem die Ahnen mit eingeladen werden, von der neuen Ernte zu speisen. Die besten Feldfrüchte werden ihnen geopfert.

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Das Leben als Yagmar:

Die Yagmar sind stolz auf ihre Lebensweise. Sie bildete sich aufgrund ihrer Umstände durch die Feldarbeit. Frühes Aufstehen um Felder und Bäume zu pflegen sind nicht selten. Die Kinder und Alten sind immer dabei und packen mit an, so es ihre Konstitution zulässt. Ansonsten bleiben die Alten oft zu Hause und kümmern sich um die Kinder und ein gemeinschaftliches Mahl pro Tag für alle und die Jüngsten helfen ihnen. Jeder hat seine Aufgabe in den Gemeinschaften. Ist man nicht krank, so kann man Arbeiten.

Hieraus entwickelte sich mit der Zeit auch die Musik der Yagmar. Während sie auf dem Feld stehen und gebückt ihre Arbeit tätigen, begleitet sie oft ihr Gesang in der Gruppe, dem man sich anschließt. Einfache Arbeitslieder, welche die Launen heben und oft für Lachen sorgen. Es ist die Zeit, wo getrascht wird unter den Frauen und wo die Männer einfach Männergespräche führen. Die gemeinsame Arbeit schweißt alle zusammen. 

Es ist selten, doch es gibt auch Tage, an denen nicht auf dem Feld gearbeitet wird. Gerade dann, wenn der starke Regen fällt, bleiben die Yagmar im Haus. Doch ohne Arbeit sind sie auch hier nicht. Korn wird zum verarbeiten vorbereitet und gemalen, Kleidung genäht und anfallende Arbeiten getätigt.
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Kleidung und Tracht der Yagmar: 

Die Yagmar unterscheiden sich auf den ersten Blick nicht von den anderen Merati. Pluderhose, Tunika und Klappenmantel mit Schärpe gehört zu ihrer dauerhaften Kleidung. Je nach Anlass mal mehr, mal weniger Prunkvoll.

Doch eines tragen sie immer. Eine prunkvoll bestickte Kappe, welche sie auch bei ihren Trachten tragen.Dazu tragen sie ein geflochtenes Band aus Wolle am Gürtel. Die verwendeten Farben des Zopfes spiegeln dabei die Familie wieder (vom Spieler frei wählbar), aus welcher sie stammen. Die Bindung, welche den Zopf zusammen hält, spiegelt den Status des Stammesmitgliedes wieder. Dabei gelten die folgenden Farben:

rot: verheiratet
gelb: heiratsbereit
schwarz: verwitwet
blau: verwitwet und heiratsbereit
orange: nicht heiratsbereit
violett: Kind

Die Tracht der Yagmar ist um einiges prunkvoller und doch einfach gehalten, stetig erinnernd, dass sie Feldarbeiter sind, was man auch in dieser Kleidung sieht. 
Der Grundstock besteht hier aus einer Hose (Für Mann und Frau) oder einem Rock (Für die Frau) in sehr dunkler Farbe, oft schwarz oder Dunkelbraun. In der selben Farbe tragen sie eine Tunika mit Applikationen aus Perlen, Borten und Muscheln, alles gehalten von einer farbenfrohen Schärpe.
Darüber trägt die Frau eine bunte Schürze, welche über hinten gebunden wird und nicht wie üblich vorne. Das hat einen sehr einfachen Grund, einen Rock kann man bei der Feldarbeit hoch stecken, eine Schürze weniger. Beide tragen, nicht immer, eine ebenso bunte Weste dazu. 
Beide, sowohl Mann, als auch Frau, tragen über vorne einen kleinen bunten Schurz (Minischürze, sehr kurz) welche kleine Taschen beinhaltet (ähnlich der heutigen Bauchtasche) wo man Kleinigkeiten hinein geben kann, wie ein paar Münzen, kleines Werkzeug und Krempel, den man stetig bei sich haben möchte oder braucht.
Der Abschluss bildet die prunkvolle bestickte Kappe und ein prunkvoll bestickter Gürtel, sowie den Statuszopf am Gürtel.

Schmuck tragen sie nicht, außer zu sehr besonderen Anlässen wie zum Beispiel eine Hochzeit oder das große Frühlingsfest. Es behindert die Arbeit auf dem Feld, wonach aber der Rest ihrer Kleidung und Tracht ausgerichtet ist. 

Beispiel einer Yagmar Hochzeitstracht: 
[Bild: ff32ce84392e400s9mi7pctb3.jpg]
Dargestelle Person ist Amel Tafsout, Berber und Tänzerin im Folkloreoutfit einer Berberin

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Die Yagmar als Krieger:

Wenn es im Ernstfall zu einem Krieg kommt, so sind die Yagmar nicht die besten berittenen Truppen. Jedoch stellen sie gerne Fußtruppen in Rüstung und Säbel zur Verfügung. Zur Verteidigung ihrer Felder greifen sowohl Mann, als auch Frau zur Waffe und scheuen nicht, bis zum äußersten zu gehen. 
Sollte es keinen Ausweg geben, so scheuen sie nicht davor, die Ernten und Häuser in Brand zu stecken und zu ihren Nomadischen Stammesmitgliedern zu fliehen, wo ebenfalls Nahrung gelagert wird. Doch ihrem Feind hinterlassen sie nichts brauchbares, um sich das Land schnell wieder zurück zu holen.
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Das Denken der Yagmar über andere:

Niemand ist so neutral wie die Yagmar. Sie sind Händler und Bauern auf den Stammesgebieten der anderen Stämme, sowie ihrem eigenen Gebiet und haben so Kontakt zu vielen anderen Stämmen. Doch auch sie sind nicht ganz ohne. Es sich mit ihnen zu verscherzen kann bedeuten, dass die Preise für Nahrung ansteigt für die Person oder gar einen gesamten Stamm. Sie führen, wenn es sein muss, auf diese Weise ihren Krieg, wohl wissend, dass sie damit ein gewisses Machtgefüge in der Hand halten.

Bei den Takkal kaufen sie Arbeitspferde für das Feld, zahlen mit Korn und Früchten. Ähnlich sieht es bei den Afshar aus.
Zu den Hotak pflegen sie Kontakt über den Handel von Wolle und Stoffen und die Bebauung der Felder.
Zu den Kharom haben die Nomaden der Yagmar Kontakt, auch wenn er über Lebensmittellieferungen und Bebauung nie weiter hinaus ging. Sie kaufen Fleisch von den Kharom und bieten auch hier wieder Korn, Obst und Gemüse an und treiben ihren Handel bis zu den Toshi in den Bergen hinauf, wo sie Salze kaufen. Bei den Akkabay kaufen sie Fisch und bebauen das Land um die Seen, wo sie leben.

Im allgemeinen stehen die Yagmar treu zur Regierung. 
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 18.03.2016 16:37 von Kumral.)
13.03.2016 21:20
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