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allgemeine Infos zum Stamm der Hotak
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Abdul der Faule
Unregistered

 
Beitrag: #1
Bug allgemeine Infos zum Stamm der Hotak
Gebiete / Orte
Der Großteil der Hotak lebt in und um die Hauptstadt, allerdings verfügt der Stamm auch über eine große Anzahl von Karawansereien und kleinerer Siedlungen westlich der Bergkette, etwa auf gleicher Breite wie die Takkal.

Umfeld / Besonderheiten
Ihr Gebiet ist sehr gut geeignet für die Zucht der für ihre seidige, weiche und doch sehr belastbare Wolle berühmten Seidenziegen (Hotakari), denen sie ihren relativen Wohlstand verdanken. Aus deren Wolle weben die Frauen leichte, im Sommer kühle und im Winter, der durchaus streng sein kann, wärmende Stoffe für Bekleidung.

Aus den besten Zwirnen werden auch äußerst wertvolle Brokate gefertigt, die in den Herrscherhäusern Tham Rakkats besonders beliebt sind.

Die Männer fertigen zudem daraus sehr fein geknüpfte, glänzende Teppiche in mit Pflanzenfarben gefärbten Tönen in Blau, Grün, Gelb bis Orange und dunklem Rot, meistens in tradierten „Familien- aber auch in immer wieder überraschenden neuen Mustern. Diese Teppiche stellen eine weitere Einnahmequelle dar, sind sie doch ihrer Feinheit wegen sehr begehrt und teuer.

Aus den - geringen, nicht für den Eigenverbrauch genutzten - Erträgen an Ziegenmilch bereiten einige Hotak einen milden, frischen Ziegenkäse, welcher gern zu den Mahlzeiten gereicht wird und manchmal auch verkauft wird. Zusätzlich zur Viehzucht bauen die Hotak in kleinerem Maßstab - für den Eigenverbrauch - Weizen & Hirse an.

Dazu gibt es im Frühjahr vor dem Lammen der Ziegen und im Herbst nach der Schur derselben,
immer einmal wieder Gelegenheit zur Jagd auf Niederwild, welche die Hotak gerne als Beizjagd betreiben.

In den Bergen sollen einflussreiche Hotak einige Minen betreiben, in denen sie Bergkristall* abbauen.

Ein Jüngling, der zum Mann heranreift, muss traditionell eine wilde Ziege mit der Hand fangen und die Geschichte seiner Jagd den Ältesten vortragen.

Jeder Hotak-Mann, der mindestens Beg ist, kann bis zu 4 Ehefrauen haben, aber nur eine sog. „Gemahlin des Herzens“, welche durch die Erhebung von einer „gewöhnlichen“ Ehefrau zur „Gemahlin des Herzens“ Hotak-i werden kann, aber nicht muss. Diese Entscheidung, jenen Status, jenen Titel anzunehmen obliegt ihr allein.

Jene „Gemahlin des Herzens“ ist den anderen Ehefrauen übergeordnet und kann – anders als eine bloße Ehefrau - nicht so einfach verstoßen werden, diese Verbindung kann nur im Einverständnis mit dem Sultan/der Sultana gelöst werden. Ehefrauen müssen ihrem vorherigen oder jetzigen sozialen Stand (der höhere zählt) gemäß versorgt werden, auch nach der eventuellen Auflösung der Ehe.

Die Anzahl an Konkubinen, deren Kinder nicht erbberechtigt sind, ist nur vom (finanziellen!) Leistungsvermögen des Ehemannes begrenzt.
Dasselbe gilt – sollte die Dame ebenfalls mindestens Begum sein, auch umgekehrt für die Hotak-Frauen!

In aller Regel sind die Hotak eher besser beritten; die Palette der Reittiere reicht vom Esel oder Maultier - bei den Ärmeren - bis zu Steppenpony und rassigem Pferd und hochklassigem Mehari, dem Reitkamel.

Eines aber verbindet alle Hotak, sie lieben Blumenschmuck & möglichst weitläufige Gärten, deren Pracht an duftender & blühender Pflanzenvielfalt, geschickt angelegten Terrains, raffinierten Wasserläufen, Teichen bis hin zu Brunnen aller Formen, welche im Gebiete der Hassar seinesgleichen suchen…


Auftreten
Vom Naturell her sind sie typische Steppen- und Randgebirgsbewohner, welche das Leben zu nehmen wissen, gerne feiern, schwatzen, musizieren, gesellig sind und die Gastfreundschaft - neben der Ehre - als höchstes Gut betrachten.
Wer - nach offizieller Einladung mit den Worten "tritt ein und sei mein geschätzer Gast" - als Gast im Lager, Zelt, Haus eines Hotak lebt, wird notfalls mit dem Leben aller Sippenangehörigen verteidigt. Ohne "wenn" und "aber"!

Sie sind dem Fremden gegenüber zwar erst einmal reserviert, die Zeiten als auch sie als „die Feinde aus dem Nordwesten“ bezeichnet wurden, liegen schließlich noch nicht lange zurück. Hat aber jemand Aufnahme gefunden, sei es als Gast oder später als geschätzter Freund oder/und Handelspartner, sind sie zuverlässige Verbündete in jeder Lage.

Sollte man es allerdings wagen, die Gebote der Gastfreundschaft verletzen - oder ihren Frauen & Mädchen zu nahe treten (oder ihre Ziegen stehlen…), werden sie zu erbitterten Feinden und kämpfen bis zur Selbstaufgabe oder bis zum Tode, meistens des jeweiligen Feindes.

Ihr Bildungsgrad ist nicht allzuhoch gediehen, nur wenige können lesen oder gar mehr als ihren Namen schreiben, aber - rechnen können sie Alle!
Sind sie doch, neben den bisher bekannten Tätigkeiten, auch geschickte Händler und Schieber. Allerdings sind ihre Dienste nicht eben billig - das Leben ist hart - aber sie lassen, tritt man ihnen freundlich entgegen, auch gern (und lange) mit sich handeln.

Dass die durchreisenden Karawanen nicht unbeträchtliche Wegzölle zu zahlen haben, versteht sich von selbst…

Daher kann man sagen, dass es den Hotak in aller Regel nicht schlecht ergeht - sicher, es gibt auch dort Arme oder vom Schicksal gebeutelte Existenzen - aber im Allgemeinen sorgt der starke Zusammenhalt ihrer weitläufigen Verwandtschaften, ihrer Sippen doch dafür, dass niemand längere Zeit Hunger leiden muss.


Kleidung
Sie tragen gerne farbenfrohe Kleidung aus den besten Stoffen, die sie sich individuell leisten können, in ihren bevorzugten Farben Grün (wie ihre Weiden), strahlendes Gelb (wie die Sonne) und dunklem Ockerbraun (wie ihre Ziegen, die Hotakari).

Natürlich gibt es auch Kleidung in dunkleren Farben, da die hellen Töne teilweise recht teuer sind und diese sich nicht ein jeder leisten kann oder mag.

Auch individueller Geschmack wird freundlich betrachtet, so dass man auch in Blautönen oder dunklem Rot leuchtende Kleidungsstücke sehen kann. Wetterschutz bietende Umhänge sind meistens aus ungefärbter oder brauner Ziegenwolle.

Den Kopf bedecken diverse schützende und schmückende Dinge, von der - je nach Möglichkeiten des Trägers, der Trägerin - schlichten bis prachtvoll bestickten und/oder mit Horn-, Knochen-, Perlen- bis hin zu edlen Steinen besetzten flachen, kreisrunden Mützen über diverse Arten Kopftücher mit diese haltenden Stirnbändern bis zum Turban oder Taguelmust.

Die Umhänge werden mit oder ohne Kapuze getragen. Meistens tragen Männer wie Weiber Hosen, Tuniken oder sog. Klappenröcke, aber auch das wallende Gewand der Wüstenbewohner ist - speziell im Sommer - recht verbreitet. Auch dem individuellen Bedürfnis nach Schmuck und Tand geben sie gerne nach und schmücken sich mit Holz-, Knochen-, Hornschmuck, wenn sie eher arm sind, die Reichen tragen gerne Silber, Gold, Perlen und Edelsteine.

Diese Schmuckstücke erhandeln sie oder bekommen sie bei der Hochzeit von den Eltern oder wohlhabenden Verwandten geschenkt. Sie dienen der Absicherung der Familien und speziell der Frauen, da - Kriege und aktiv ausgeführte oder auch mal erlittene Raubzüge verschiedener Ausmaße sind nicht fremd - diese manchmal recht überraschend verwitwen und dann ihr Auskommen finden müssen, bis sie sich wieder verheiraten…


Glaube
Ihr Glaube spiegelt ihr karges und kriegerisches, aber gleichsam ehrgeiziges Leben wieder. Die Ahnen werden verehrt und in Erinnerung gehalten.

Viele Hotak führen, so sie es sich leisten können, ein kleines gemaltes Bild eines Ahnen mit sich.
Dieses soll an die besonderen Taten des spezifischen Vorfahren erinnern, welchen man nacheifern will.

Darüber hinaus beten die Hotak in aller Regel zweimal am Tage, zu Beginn für ein gutes Gelingen ihrer täglichen Aufgaben und am Abend spät zum Dank eben dafür oder als bestärkende Fürbitte für den nächsten Tag, wenn etwas mal nicht so glücklich verlaufen ist…

*Hier handelt es sich wohl eher um Diamanten, meist mäßiger Qualität & Reinheit, aber es wurden schon einige gute Stücke gefunden von ansehnlicher Größe...
26.02.2016 18:15
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